Hund und sein Besitzer - ein gutes Team
20. August 2021
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3 Minuten
Astrid Kurbjuweit

Wer auf dieser Seite liest und noch keinen Hund hat, der spielt wahrscheinlich doch zumindest mit dem Gedanken, sich einen Hund anzuschaffen. Und mit etwas Planung und Vorbereitung kann fast jeder einen Hund halten. Allerdings bedeutet es unter Umständen eine ganz erhebliche Veränderung in der Lebensweise, will also vorher gut überlegt sein. Vor der Anschaffung sollte man sich also fragen: Habe ich genug Zeit? Habe ich genug Platz? Habe ich genug Geld? Habe ich die richtige Vorstellung davon, was ein Hund ist?

Wie viel Zeit braucht der Hund?

Je nach Rasse, Temperament und Alter brauchen die meisten Hunde einen täglichen Auslauf von mindestens zwei Stunden, manche auch deutlich mehr. Nur die ganz alten und die ganz großen kommen eventuell mit etwas weniger aus. Diese Zeit sollte man auf mindestens drei bis vier Gelegenheiten am Tag verteilen. Nur Hofhunde, die den ganzen Tag draußen sind, kommen mit einem Spaziergang am Tag aus.

Diese Spaziergänge müssen bei jedem Wetter stattfinden, der Hund braucht das. Und wenn man an einem nassen Tag mit dem Hund nach Hause kommt, dann muss er abgetrocknet und gesäubert werden, auch das kostet Zeit. Dazu kommt die Zeit fürs Füttern und Bürsten. Langhaarige Hunde sehen schön aus, machen aber sehr viel Arbeit in der Hinsicht.

Der Hund macht Dreck. Wohnungen, in denen Hunde leben, sind nie so sauber wie Hunde-freie Wohnungen, trotzdem wird man mehr Zeit als Nicht-Hundehalter mit Saubermachen verbringen.

Der wichtigste Punkt ist aber, dass der Hund nicht gerne alleine ist. Als Rudeltier kann er nicht verstehen, wenn er über längere Zeit alleine gelassen wird. Wer alleinstehend und berufstätig ist, sollte also nur dann einen Hund halten, wenn er ihn auf die Arbeit mitnehmen kann. Man muss sich nicht den ganzen Tag mit ihm beschäftigen, aber er sollte Gelegenheit haben, einfach (fast) immer dabei zu sein.

Wie viel Platz braucht der Hund?

Der Platzbedarf des Hundes hängt sehr stark von der Größe des Hundes ab. Aber auch der unterschiedliche Bewegungsdrang muss berücksichtigt werden. Wenn man viel Zeit hat um mit dem Hund nach draußen zu gehen (und das dann auch tatsächlich tut), dann kann man einen kleinen Hund in einer Ein-Zimmer-Wohnung halten. Allerdings ist nicht in allen Mietwohnungen die Hundehaltung erlaubt.

Besser als eine Mietwohnung ist natürlich immer ein Haus mit Garten, aber Bedingung für die Hundehaltung ist das höchstens bei sehr großen oder sehr lebhaften Hunden. Wenn man einen Garten hat, sollte man bedenken, dass sich der Hund an der Gartengestaltung beteiligen wird, wobei er fast immer andere Ziele verfolgt als seine Besitzer. Mit etwas Überlegung und Planung ist es aber möglich, einen hundegerechten und trotzdem auch dem Menschen angenehmen Garten zu realisieren. Zum Beispiel können die unterschiedlichen Zäune durchaus Teil einer modernen Gartengestaltung sein. Mit einem abgetrennten, gesicherten Bereich, in dem der Hund auch mal unbeaufsichtigt buddeln und toben kann, erspart man sich Stress und gibt dem Hund Freiraum. Die täglichen Gassi-Spaziergänge ersetzt so ein Gartenbereich allerdings nicht.

Wie viel kostet der Hund?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Höhe der Hundesteuer wird von den Gemeinden festgelegt und ist sehr unterschiedlich. Die Anschaffung des Hundes kostet, je nach Rasse und Herkunft, ebenfalls unterschiedlich viel. Der Hund frisst täglich, aber wie viel das kostet, hängt von der Größe des Hundes, seiner Futterverwertung und natürlich auch von der Art des verwendeten Futters ab. Der Hund muss geimpft werden und auch sonst immer mal wieder den Tierarzt sehen. Die Kosten für Impfung, Entwurmung und Anti-Floh-Mittel sind auch von der Größe des Hundes abhängig. Gelegentlich muss der Hund gebadet werden, er braucht ein spezielles Hunde-Shampoo, und manche Rassen müssen geschoren werden, da das Fell bei diesen immer weiter wächst. Langhaarige Hunde brauchen unter Umständen ein ganzes Arsenal an Kämmen und Bürsten. Der Hund braucht einen Futter- und einen Wassernapf, eine Hundedecke oder ein Hundebett. Man braucht Hundeleinen und ein Halsband. Vielleicht möchte man seinem Hund gelegentlich ein Hundespielzeug oder einen Kauknochen kaufen. Eventuell braucht man gelegentlich einen Hundesitter oder eine Hundepension, wenn man mal krank wird oder auf Dienstreise muss. Man sollte für seinen Hund eine Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung abschließen, da man für sämtliche Handlungen seines Hundes verantwortlich ist. Es kommt außerdem vor, dass der Hund Schäden anrichtet, für die die Versicherung nicht aufkommt. Zum Beispiel im eigenen Haushalt. Ob er jetzt Schuhe zernagt oder Möbel umwirft, je nach Größe und Temperament des Hundes ist da alles Mögliche möglich. Auch wenn solche Dinge eher selten vorkommen, sie können finanziell eine Belastung bedeuten.

Was bringt mir der Hund?

Der Hund ist guter Freund, Aufpasser und Wachhund, er sorgt dafür, dass sein Mensch genügend Bewegung bekommt und nicht auf dem Sofa festwächst, und vor allem, er ist immer da. Man muss ihn einfach gernhaben.

Alle diese Punkte sollten bedacht werden, bevor man sich für einen Hund entscheidet. Denn die Entscheidung ist fast immer für einen langen Zeitraum, ein Hund kann bis zu 20 Jahren alt werden.

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Beitragsbild:Jaromir Chalabala/Shutterstock